Social Media – Einfacher, als man denkt.

Social Media für dein Kosmetikinstitut

Sie fragen sich, warum Sie im Internet präsent sein sollten? Mit einer eigenen Homepage, einem eigenen Online-Shop oder gar auf Facebook? Ganz einfach, Ihre Kunden oder vor allem Ihre potenziellen sind es tagtäglich. Verschlafen Sie diese Entwicklung nicht. Denn das kann Ihren langfristigen Erfolg schmälern. Vor allem wenn Ihre unmittelbaren Mitbewerber besonders aktiv sind.

Auch wenn Social Media erst einmal ein Buch mit sieben Siegeln für Sie ist, mit ein paar Schritten und etwas Neugier können Sie eine eigene, interessante und lebhafte Präsenz in den sozialen Medien aufbauen. Transportieren Sie die Lebendigkeit Ihres Kosmetikstudios in die digitale Welt. Sehen Sie die Kanäle als eine Möglichkeit, über Ihre neuesten Leistungen und Produkte zu informieren, neugierig auf Ihr tolles Angebot zu machen und sich selbst als kompetente und sympathische Kosmetikerin zu präsentieren. Zeigen Sie Ihren Kunden, dass es sich lohnt, wieder einmal in Ihrem Kosmetikinstitut vorbeizuschauen. Zugleich eröffnen sich neue Perspektiven. So können Sie über die Social Media Kanäle auf Ihren Online Shop aufmerksam machen und zusätzlichen Umsatz generieren, sogar über Ihr übliches Einzugsgebiet hinaus. Am wichtigsten ist, akzeptieren Sie Social Media als Chance und nicht als Belastung.

Wenn Sie sich für ein Engagement in den Social Media Kanälen entscheiden, machen Sie sich bewusst, dass Sie regelmäßig Zeit investieren müssen. Dazu gehört der tägliche Blick, ob Sie Nachrichten oder Kommentare erhalten haben, auf die Sie reagieren sollten. Und natürlich das Posten von Inhalten. Es funktioniert aus der Erfahrung heraus ganz gut, sich am Ende eines Monats einmal die Zeit zu nehmen und zu überlegen, welche Themen für die nächsten Wochen relevant sind.

Welcher Kanal ist der Richtige?

Die prominentesten Social Media Kanäle sind YouTube, Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat, wobei sich hier über die Zeit auch immer wieder neue Entwicklungen ergeben. Kurz gesagt, für Sie als Kosmetikerin sind derzeit Facebook und Instagram relevant. Wodurch sich diese beiden Kanäle unterscheiden? Bei Instagram steht die Bildsprache im Fokus. Auf Facebook lassen sich leichter Inhalte in Form von Bild und Text transportieren, auch direkte Verlinkungen sind möglich. Instagram verlangt einen eigenen qualitativ hochwertigen Content, hier kann man im Gegensatz zu Facebook bisher keine Inhalte/Beiträge von anderen teilen.

Auf den einzelnen Kanälen sind unterschiedliche Altersgruppen unterwegs. Facebook wird schon seit längerer Zeit nicht mehr von Teenagern oder Twens dominiert. Hat man auch viele jüngere Kunden, wird Instagram interessant. Zwei bis drei Posts auf Facebook, drei bis fünf Beiträge auf Instagram sind eine empfehlenswerte Frequenz, um bei Ihrer Zielgruppe Präsenz zu zeigen. Bevor Sie starten, überlegen Sie genau:

  • Auf welchen Plattformen finde ich meine (potenziellen) Kunden?
  • Wie viel Zeit kann ich investieren?
  • Gibt es jemanden, den ich bei der Pflege der Kanäle mit ins Boot holen kann?
  • Welche Plattform liegt mir mehr? Woher bekomme ich gutes Bildmaterial, speziell für Instagram.

Die richtige Kommunikation

In Ihrem Geschäftsalltag siezen Sie ganz selbstverständlich Ihre Kunden. In den sozialen Netzwerken läuft es anders. Um eine Verbindung zu seiner Community*1 aufzubauen, sollte man eine persönliche Ansprache wählen. Man duzt sich überwiegend. Die Ansprache muss herzlich sein. Es geht bei Facebook um Freundschaft und eine nahe Kundenbindung, das muss in Ihrer Kommunikation deutlich werden. Ob man im Singular mit „du“ agiert oder den Plural mit „ihr“ wählt, bleibt jedem selbst überlassen. „Du“ ist sehr persönlich, der User*2 fühlt sich direkt angesprochen und wenn man es sich überlegt, es sitzt keine Gruppe vor dem Monitor, die unsere Nachrichten liest, sondern zumeist eine einzelne Person. „Ihr“ spricht eher die Gemeinschaft an.

Wichtig sind kurze, prägnante Texte, die es auf den Punkt bringen. Längere Texte liest niemand. Gestalten Sie speziell bei Facebook den Text so, dass er mit Hilfe von Fragen oder Aufforderungen zur Interaktion aufruft. Bei Instagram ist das weniger relevant. Das heißt maximal ein bis zwei kurze Sätze, ergänzt um Hashtags*3 – damit Sie gefunden werden.

Wie man interessante Inhalte gestaltet

Abwechslung ist das A und O. User sind schnell gelangweilt. Informative und unterhaltende Beiträge sollten sich die Waage halten. Ein Mix aus Foto und Bewegtbild (Videos, GIFs*4) ist empfehlenswert. Bewegtbild wird von Facebook automatisch gepusht und vom User schneller wahrgenommen. Lassen Sie Ihr Publikum auch einmal hinter die Kulissen schauen. Berichten Sie von Ihrem Arbeitsalltag, zeigen Sie Ihre Mitarbeiter in Aktion oder die neue Dekoration, die Ihr Schaufenster schmückt. Passiert Ihnen etwas Witziges im Institut, machen Sie ein Foto und posten Sie, es muss nicht einmal mit dem Thema Kosmetik im Zusammenhang stehen. Aber es macht Sie persönlicher. Sie haben neue Produkte? Probieren Sie sie aus und berichten dem User davon. Sie planen ein Event oder eine Angebotsaktion? Erzählen Sie es. Sowohl auf Instagram als auch auf Facebook können Sie Live-Videos schalten. Ein tolles Instrument, um Ihre Fans an besonderen Ereignissen teilhaben zu lassen. Kündigen Sie die Berichterstattung vorher an.

Schauen Sie, ob Ihre Partner und Marken, mit denen Sie arbeiten, interessante Inhalte posten, die Sie gut teilen können. Auch Feiertage, besondere Feste oder Ereignisse, wie den kalendarischen Herbstanfang sind es wert, darauf einzugehen. Wichtig ist, bei Ihren Postings vorzugsweise eigenes Bildmaterial zu verwenden, oder welches, das Ihnen explizit von Ihren Partnern für diesen Zweck zur Verfügung gestellt wurde. Alternativ teilen Sie Beiträge, damit es nicht zu Urheberrechtsverletzungen kommt.

Wie man Follower*5 gewinnt

Steht man am Anfang mit seiner Präsenz in den sozialen Netzwerken, kann über Anzeigenschaltungen eine Fanbasis, zusätzlich zu der Kommunikation unter Freunden und Bekannten, aufgebaut werden. Doch zuvor füttern Sie Ihren Auftritt mit ein paar Inhalten. Der User ist neugierig, er möchte einen Eindruck von Ihnen gewinnen und sehen, ob es sich lohnt, Ihnen zu folgen. Anzeigen können Sie allgemein, die sich auf Ihren kompletten Auftritt beziehen, schalten. Oder Sie bewerben einzelne Beiträge, von denen Sie meinen, dass sich diese zur Gewinnung neuer Follower eignen. Sie haben die Möglichkeit, mehrere, unterschiedlich gestaltete Anzeigen gleichzeitig laufen zu lassen. Facebook hat in der letzten Zeit einige interessante Werbeformen wie Facebook Canvas (interaktive Werbeanzeigen für Mobilgeräte) und Carousel (Werbeanzeige mit bis zu 10 Bildern oder Videos für eine umfangreichere Präsentation) eingeführt. Bei allen Werbeformen kann eine Auswahl getroffen werden, wer diese zu sehen bekommt. Sie können zum Beispiel selektieren nach Geschlecht, Alter, Wohnort und Interessen. Das hier eingesetzte Budget und natürlich die Dauer der Schaltung können Sie selbst steuern. Testen Sie es aus, vielleicht reichen Ihnen über einen begrenzten Zeitraum 5 € pro Tag, um bereits eine ausreichende Zahl an Followern für sich zu gewinnen.

Achten Sie darauf, sich zu Beginn nicht zu überfordern. Steigen Sie einfach ein und je mehr Sicherheit Sie im Umgang mit der Plattform bekommen, umso tiefer können Sie in die Materie einsteigen. Facebook hat eine gute Hilfefunktion und auf YouTube finden Sie eine Reihe von Tutorials, die Ihnen mehr als nur die Grundlagen näherbringen.

Auch offline funktioniert die Gewinnung von Followern. Erzählen Sie Ihren Kunden im Geschäft, dass sie jetzt auch in den sozialen Netzwerken zu finden sind. Drucken Sie kleine Kärtchen zum Mitgeben. Implementieren Sie die Kanäle auf Ihrer Homepage und in Ihren weiteren das Institut betreffenden Kommunikationsmitteln.

Wie man die Reichweite steigert

Neben der Anzahl der Follower bzw. Abonnenten existieren einige Messgrößen, die Ihnen zeigen, ob Ihre Beiträge gut ankommen. Dazu zählen die Anzahl der Likes, die Kommentare und die Reichweite. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen organischer und anorganischer Reichweite.

Organische Reichweite – Gesamtheit der Personen, die Beiträge ohne Bewerbung sehen (= unbezahlt)

Anorganische Reichweite – Gesamtheit der Personen, die Beiträge durch Anzeigenschaltungen sehen (=bezahlt)

Interaktive Posts mit Rätseln oder direkten Fragen steigern Ihre Reichweite, genauso wie Gewinnspiele – zum Beispiel, wenn Sie ein neues Produkt im Institut haben. Oder verlosen Sie doch einmal einen Behandlungsgutschein. Hier werden Sie eine hohe Interaktion durch Kommentare oder Likes beobachten können. Bei Gewinnspielen müssen Sie an die Teilnahmebedingungen denken, um sich rechtlich abzusichern.

Wie man herausfindet, dass es funktioniert

Sowohl Facebook als auch Instagram bieten einfache Kontrollinstrumente an, mit denen man messen kann, welche Inhalte bei den Followern sehr gut ankommen. Bei Facebook sehen Sie zum Beispiel, wann Ihre Fans zumeist online sind. Eine hervorragende Hilfe, um zu sehen, wann man seine Posts platzieren sollte.

Was passiert, wenn sich jemand negativ äußert

Es kann auch mal Kritik von Usern geben. Aber keine Angst vor negativen Kommentaren. Nutzen Sie diese als Chance, um zu zeigen, dass Sie auch Beschwerdemanagement gut können. Löschen Sie auf keinen Fall einen Post, sondern antworten Sie öffentlich darauf. Geht es um etwas sehr Persönliches, verweisen Sie darauf, dass Sie in die 1:1 Kommunikation miteinander gehen.

Handelt es sich um Spam, können Sie diesen melden und den Nutzer, wenn notwendig, auch blockieren.

Auch wenn es einiges zu beachten gilt, werden Sie merken, dass die sozialen Netzwerke Ihnen die Möglichkeit geben, auf kurzem und schnellem Wege mit Ihren Kunden zu kommunizieren. Damit haben Sie ein Marketinginstrument an der Hand, das wenig kostet, außer etwas Zeit.

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Community*1 = Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Interesse verbindet

User*2  = reale Person, die Computer, in dem Fall soziale Medien nutzt

Hashtag*3 = Schlagwort, das Nachrichten zu bestimmten Inhalten in sozialen Netzwerken auffindbar macht

GIF*4 = Grafikformat mit animierten Bildern

Follower*5 = Fans bzw. Abonnenten eines Unternehmens/einer Initiative, die sich in den sozialen Netzwerken präsentiert

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