Blaues Licht mit Dr. Gaby

Wie wirkt sich blaues Licht auf unsere Haut aus?

Regelmäßig teilt die medizinische Leiterin Dr. Gaby Prinsloo von Advanced Nutrition Programme ihre Erkenntnisse und ihr Fachwissen zu den Themen Hautgesundheit, Wohlbefinden und Well-Aging mit uns. Diesen Monat mit dem Fokus auf Blaues Licht. Während der Pandemie haben wir viel Zeit vor elektronischen Geräten und Bildschirmen verbracht. Das hat zu der Befürchtung geführt, dass die daraus resultierende Exposition gegenüber blauem Licht zur vorzeitigen Hautalterung beiträgt. Dr. Gaby Prinsloo informiert in diesem Artikel darüber, wie sich blaues Licht auf die Haut auswirkt, ob wir uns wegen der Screen-Time wirklich Sorgen machen müssen und was wir tun können, um unsere Haut zu schützen.

Hautexpertin Dr, Gaby Prinsloo zum Thema Blaues Licht

Was ist blaues Licht?

Blaues Licht ist ein Teil des sichtbaren Lichtspektrums. Der auch als hochenergetisches sichtbares Licht (HEV) bezeichnete Bereich des blauen Lichts hat die kürzesten Wellenlängen des sichtbaren Lichts (zwischen 400 und 500 Nanometern), aber die höchste Energie. Der größte Teil des blauen Lichts, dem wir ausgesetzt sind, stammt von der Sonne. Aber auch die Bildschirme elektronischer Geräte, LED-Glühbirnen und einige Leuchtstoffröhren setzen uns blauem Licht aus.

Welch Auswirkungen hat blaues Licht auf die Haut?

Wie bei den meisten Dingen im Leben ist blaues Licht weder nur gut noch nur schlecht. Es kann sowohl äußerst vorteilhaft für unsere Gesundheit und unsere Haut sein, als auch schädlich, je nach Intensität, Dauer und Zeitpunkt der Exposition. Eine angemessene Exposition gegenüber blauem Licht bietet mehrere wichtige gesundheitliche Vorteile. Es kann helfen, wach zu bleiben, das Gedächtnis und die kognitiven Funktionen zu verbessern und saisonale Depressionen zu lindern. Die Exposition zur richtigen Tageszeit reguliert auch unseren zirkadianen Rhythmus und verbessert unseren Schlaf. Blaues Licht zur falschen Tageszeit (nach Einbruch der Dunkelheit) hingegen unterdrückt die Produktion des Hormons Melatonin, wodurch unser zirkadianer Rhythmus gestört wird und der Schlaf erschwert wird. Eine zu starke Exposition über einen längeren Zeitraum kann zudem die Netzhaut unserer Augen irreversibel schädigen und zu Makuladegeneration führen.

Blaue Lichtwellen dringen tiefer in die Haut ein als ultraviolette (UV-)Strahlung und wirken sich auf die Zellen der Epidermis und der Dermis aus. Kurzfristig und in angemessenen Mengen ist es sicher und wird in der dermatologischen Praxis sogar zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Akne, bestimmten Arten von Schuppenflechte, Ekzemen und fibrotischen Hautkrankheiten eingesetzt.  Allerdings kann eine längere Exposition gegenüber übermäßigen Mengen blauen Lichts die Haut schädigen. Ähnlich wie UV-Strahlung löst blaues Licht die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) in der Haut aus, die oxidative Schäden verursachen. Es schädigt die zelluläre DNA, verstärkt Entzündungen und erhöht die Matrix-Metalloproteinasen (MMP), die Kollagen und Elastin schädigen. Dies beschleunigt die Hautalterung und führt zu entzündlichen Hautkrankheiten. Blaues Licht kann auch die Pigmentierung verstärken, allerdings nur bei Menschen mit den Fitzpatrick-Hauttypen III und IV. Es kann sogar eine stärkere Hyperpigmentierung verursachen als UVB-Strahlung.

Expertenmeinung

Es ist klar, dass blaues Licht Auswirkungen auf die Haut hat, aber reicht die Blaulichtexposition durch Geräte aus, um Schäden zu verursachen? Führende Experten auf dem Gebiet des Sonnenschutzes kommen zu dem Schluss, dass die Blaulichtexposition durch Geräte so vernachlässigbar ist, dass sie unsere Haut nicht beeinträchtigt und keinen Schutz erfordert. Dr. Kolbe, Chief Scientist Photobiology von Beiersdorf, sagt: “Im Vergleich zu den Emissionen des natürlichen blauen Lichts der Sonne sind die des künstlichen blauen Lichts praktisch nicht nachweisbar”. Er fährt fort: “Wenn Sie eine ganze Woche lang ununterbrochen in einem Abstand von 30 cm vor einem Bildschirm sitzen würden, wäre dies dasselbe wie eine Minute im Freien an einem sonnigen Hamburger Sommertag zur Mittagszeit”. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass blaues Licht bei bestimmten Menschen die Pigmentierung verstärken kann, blaues Licht von Bildschirmen jedoch nicht. Die aktuelle Forschung kommt zu dem Schluss, dass blaues Licht von Geräten keine Auswirkungen auf unsere Haut hat, blaues Licht von der Sonne hingegen schon.

Nahrungsergänzung zum Schutz der Haut vor blauem Licht

Wie kann ich meine Haut vor blauem Licht schützen?

Es wird immer empfohlen, die Haut zu schützen, wenn wir über längere Zeit blauem Licht ausgesetzt sind, auch wenn wir uns in geschlossenen Räumen aufhalten. Im Gegensatz zu UV- und Infrarotlicht (IR) absorbiert Klarglas kein Licht im sichtbaren Bereich und bietet daher keinen Schutz vor blauem Licht. Wie bei allem, was mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Haut zu tun hat, ist ein synergetischer, ganzheitlicher Ansatz, der sowohl orale als auch topische Produkte verwendet, am wirksamsten. Antioxidantien, insbesondere Carotinoide, die sowohl oral als auch topisch angewendet werden, schützen die Haut vor Schäden, die durch blaues Licht verursacht werden. Lutein und Zeaxanthin haben sich als sehr wirksam erwiesen, wobei Lutein auch die Augen schützt und die Makuladegeneration verringert. Anorganische Filter in Sonnenschutzmitteln, wie Zinkoxid und Titandioxid, bieten ebenfalls einen Schutz. Dieser ist noch wirksamer, wenn er mit Antioxidantien kombiniert wird. Es ist besonders wichtig, blaues und helles Licht in den 2 bis 3 Stunden vor dem Schlafengehen zu vermeiden. Dies verhilft Ihnen zu einem guten, erholsamen Schlaf, der Gesundheit und Wohlbefinden fördert, Stress und Entzündungen reduziert und auch unsere Haut intakt hält.

Die Nahrungsergänzung Skin Blue Filter ist für Widerverkäufer ab dem 11. Mai 2023 im Care Concept Online Shop erhältlich.

Quellen:
Alkozei et al. (2017), Beiersdorf (2021), Campbell et al. (2017), Coats et al. (2020) part 1, coats et al. (2020) part 2, Denda et al. (2008), Di Paolo et al. (2016), Dong et al. (2019), Duteil et al. (2014), Duteil et al. (2020), Freitas-Rodríguez et al. (2017), Kleinpenning et al. (2010), Liebel et al. (2012), Mahmoud et al. (2010), Nakasjoma et al. (2017), Pei et al. (2015), Ratnayake et al. (2018), Rodriguez-Morilla et al. (2018), Sushek et al. (2020), Zhang et al. (2018), Zhao et al. (2018). 1

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